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eiko_icon Großflächige Unwetterlage im Landkreis

THL1 Unwettereinsatz
Technische Hilfeleistung
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Einsatzort Details

Adelsdorf
Datum 31.05.2018
Alarmierungszeit 19:30 Uhr
Einsatzende 20:17 Uhr
Einsatzdauer 1 Tag(e) 0 Std. 47 Min.
Alarmierungsart Meldeempfänger
Einsatzführer KBI Brunner
Einsatzleiter 2.Kdt FF Adelsdorf
Mannschaftsstärke 6
eingesetzte Kräfte

Landkreis ERH Standort Baiersdorf
Kreisbrandinspektion
Fahrzeugaufgebot   Florian Erlangen-Land 13/1  KdoW KBI Brunner  KdoW KBM Hammerl
Technische Hilfeleistung

Einsatzbericht

Am frühen Abend des Fronleichnamstags zeichnete sich bereits ab, dass es im Landkreis zu schweren Gewittern kommen könnte. Rechtzeitig gingen dann auch die entsprechenden Unwetterwarnungen ein, bevor rund 250 Helfer aus zahlreichen Feuerwehren, THW, Rettungsdienstorganisationen und Polizei an über 100 Einsatzstellen einmal mehr bis Mitternacht nicht mehr „aus den Stiefeln“ kamen.

Der erste Alarm galt um 18:27 Uhr der Feuerwehr Kleinseebach, wo im Ortsbereich mehrere Keller überflutet waren und durch die Wassermassen Kanaldeckel aus der Straße gedrückt worden waren. Aus dem Markwald lief das Wasser über die Kreisstraße nach Baiersdorf und überflutete diese rund 40cm tief und mit starker Strömung, so dass diese zeitweise komplett gesperrt werden musste. Die Feuerwehren Kleinseebach und Möhrendorf waren in ihrem Bereich bis in den späten Abend zur Schadensbegrenzung im Einsatz.

Um 18:57 Uhr wurde die Feuerwehr Baiersdorf auf die Autobahn A73 gerufen, die zwischen den Anschlussstellen Baiersdorf-Nord und Forchheim-Süd ebenfalls rund 30cm überflutet war. Hier floss das Wasser mit abklingenden Regen jedoch schnell wieder ab, so dass kein Eingreifen der Feuerwehr mehr notwendig wurde.

Zwischenzeitlich hatte sich das Unwetter jedoch weiter in Richtung Nordwesten ausgebreitet, was zunächst einen Großeinsatz für die Feuerwehren Hemhofen/Zeckern und Röttenbach bedeutete. Zwischen den beiden Gemeinden überfluteten die von den Feldern herablaufenden Wassermassen die Staatstraße, in zahlreiche Keller drang Wasser ein, so dass die Feuerwehren in diesem Bereich ebenfalls bis spät in die Nacht hinein an 21 Einsatzstellen tätig werden mussten.

Am schwersten war jedoch dann die Gemeinde Adelsdorf betroffen, wo die Funkmeldeempfänger der Adelsdorfer Feuerwehrler gegen 19:15 Uhr das erste Mal ertönten. „Reißender Bach in der Bahnhofstraße“ war die erste Meldung, aus dem Neubaugebiet Reuthsee schossen große Wassermassen in die Straßen. Parallel wurden bereits über die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Nachbarfeuerwehren alarmiert sowie Sirenenalarm für die Freiwillige Feuerwehr Adelsdorf gegeben, da die Zahl der hilfesuchenden Adelsdorfer Bürger schlagartig in die Höhe schnellte. Starke Niederschläge inklusive Gewitter erschwerten trotz Dauerbetriebs des Scheibenwischers die Sicht. Nach weiteren Erkundungen und einer ersten Lagemeldung des Einsatzleiters, 2. Kommandant Rainer Hubert aus Adelsdorf, erfolgte die Alarmierung von Stellv. Kreisbrandrat Stefan Brunner, der umgehend weitere Führungsdienstgrade der Kreisbrandinspektion, den Fachberater des THW, die Einsatzleitwagen der FF Höchstadt und der Unterstützungsgruppe „Örtliche Einsatzleitung“ des Landkreises nach Adelsdorf beordern ließ.

Nach deren Eintreffen wurde in der Fahrzeughalle die Einsatzleitung eingerichtet, die zugleich auch die Entwicklung an den anderen Schadensorten im Landkreis mit im Auge behielt.

Zur Unterstützung von Einsatzleiter Rainer Hubert wurde durch die anwesenden Mitglieder der Kreisbrandinspektion eine Führungsgruppe aufgebaut, die zunächst einmal für diese Lage geeignete Kommunikationswege festlegte, sämtliche bereits laufenden Einsätze und vor Ort befindlichen Einheiten erfasste, von der Leitstelle Nürnberg sämtliche noch anstehenden Anforderungen zugesenden ließ, priorisierte und dann die weiter erforderlichen Maßnahmen koordinierte. Nachdem das Unwetter langsam nachließ und auch die eingehenden Notrufe weniger wurden, wurde jedoch darauf verzichtet, weitere Maßnahmen nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz einzuleiten oder zusätzliche Feuerwehren zu alarmieren. Adelsdorfs 1.Bürgermeister Karsten Fischkal, dessen Wohnhaus selbst vom Unwetter massiv betroffen war, wurde durch Stefan Brunner telefonisch über notwendige Maßnahmen auf dem Laufenden gehalten.

Allein in der Gemeinde Adelsdorf wurde durch die 131 anwesenden Helfer der Feuerwehren Adelsdorf, Aisch, Buch bei Gremsdorf, Gremsdorf, Höchstadt a. d. Aisch und Neuhaus sowie des THW-Ortsverbands Baiersdorf bis kurz vor Mitternacht an 79 Einsatzstellen technische Hilfe geleistet, überwiegend wegen Wasser in Kellern, umgestürzter Bäume und überschwemmter Straßen. Schwerpunkte waren dabei die Schillerstraße, Jahnstraße, Maria-Ludwig-Straße, Adalbert-Stifter-Straße, Beethovenstraße, Bahnhofstraße, Albert-Schweitzer-Straße, die Siedlung Frankenring und Grünsee sowie das Neubaugebiet Seeside.

Die B470 musste durch die Polizei zwischen Adelsdorf und dem Zeckern einige Zeit wegen Überflutung gesperrt werden.

Durch das BRK wurden die seit Stunden im Einsatz befindlichen Helfer zwischenzeitlich am Feuerwehrgerätehaus mit warmem Essen und Getränken versorgt, der Besitzer des örtlichen Edeka-Marktes stellte schnell und unbürokratisch Kaltgetränke zur Verfügung.

Gegen 1:00 Uhr morgens konnten dann die letzten Einsatzkräfte nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Adelsdorfer Wehr das Gerätehaus verlassen, wurden aber im Laufe des Freitags bereit erneut zu Folgeeinsätzen in den Schadensgebieten vom Vorabend gerufen.

 

Bei der Bewältigung der Unwetterlage in ihren Bereichen mit rund 250 Kräften im Einsatz:

FF Adelsdorf: HLF20, LF16/12, DLA(K)12-9, MZF, KdoW, Pickup

FF Aisch: LF8/6, MZF

FF Baiersdorf: VRW, TLF16/25

FF Buch bei Gremsdorf: TSF

FF Gremsdorf: HLF10, LF8/6

FF Hemhofen/Zeckern: LF20, LF8/6, LF8, V-LKW, MZF

FF Höchstadt a . d. Aisch: ELW1, HLF20, TLF20/40, MTF

FF Kleinseebach: LF8/6, MZF

FF Möhrendorf: HLF20, LF8, MZF

FF Neuhaus: LF8/6, MZF

FF Röttenbach: HLF20, LF8/6, MTF

Kreisbrandinspektion: Stellv. KBR S. Brunner, KBI J. Schwab, KBI N. Rauch, KBM M. Maier, KBM IuK J. Hammerl, KBM O. Kronester, KBM C. Schulz, Fachberater EDV H. Werner (Landratsamt), S. Weber (Pressestelle KFV ERH), ELW 2 UG-ÖEL

THW-OV Baiersdorf: MTW Führung, GKW1, GKW2, MLW, Fachberater F. Wedler

Rettungsdienst:  SEG Adelsdorf, SEG Heroldsberg, Fachberater / ELRD T. Heideloff

PI Höchstadt a. d. Aisch: Mehrere Streifenfahrzeuge

Gemeinde Adelsdorf: Bauhof

 

Im Namen der Kreisbrandinspektion des Landkreises Erlangen-Höchstadt, aber auch persönlich, darf ich allen eingesetzten Helfern von Feuerwehren, THW und Hilfsorganisationen, die zur Bewältigung dieser massiven Unwetterlage zwischen Regnitz- und Aischgrund im Einsatz waren, für Ihren professionellen Einsatz meinen allerhöchsten Dank und Respekt aussprechen. Zum wiederholten Mal in den vergangenen Wochen haben sie gezeigt, wozu ehrenamtliches Engagement und Potential in der Lage sind, und dass sich die Menschen in unserem Landkreis hundertprozentig auf sie verlassen können. Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Kollegen der Polizei, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Firmeninhabern, die die Rettungskräfte dabei bestmöglich und uneigennützig unterstützt haben!

 

Stefan Brunner

Stellvertretender Kreisbrandrat

 

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