| Bürgerinformation 5/2010 |
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| Samstag, 01. Mai 2010 08:21 |
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, in der letzten Ausgabe des Mitteilungsblattes begannen wir unsere Serie mit Brandschutztipps im und rund um´s Haus, die wir in diesem Heft mit Sicherheitsinfos für Ihre Küche fortsetzen wollen. Sie haben sicher doch auch manchmal das Problem: Zu wenig Steckdosen in der Küche – oder mal wieder einfach an der falschen Stelle… Sicher ist es praktisch, so manche Geräte einfach immer angesteckt zu lassen, weil man sie ja täglich mehrmals braucht, allen voran die Kaffeemaschine und den Wasserkocher, gefolgt von Brotschneidemaschine und Mikrowelle. Haben Sie sich aber schon mal Gedanken darüber gemacht, dass manche Geräte vielleicht auch im ausgeschalteten Zustand Strom brauchen? Im „günstigsten“ Falle freut sich Ihr Stromversorger darüber – aber es kann durchaus gefährlich für Sie werden: Über die Jahre legen sich minimale Lüftungsschlitze mit Mehlstaub, Semmelbrösel & Co zu, die zusammen mit kondensiertem Fettdampf eine dichte Schicht über elektrischen Bauteilen bilden können. Die wiederum führt zu schlechterer Wärmeableitung und schließlich damit zu erhöhter Brandgefahr, vor allem wenn das Gerät dauernd „unter Strom“ steht. Unser Tipp: Stecken Sie doch bitte aus, was Sie gerade nicht brauchen – vor allem nachts und wenn Sie die Wohnung verlassen! Die nächste Frage: Wie weit sind bei Ihnen Geschirrtücher, Topflappen und die Küchenpapierrolle vom Herd entfernt? Können diese vielleicht bei Zugluft über eingeschaltete Herdplatten wehen und sich daran entzünden? Gut wäre es, wenn Sie auch wissen, was Sie zu tun haben, wenn´s tatsächlich in der Küche brennt. Was mit Ihnen und ihrer Küche passiert, wenn Sie versuchen sollten, brennendes Fett auf dem Herd mit Wasser zu löschen, haben wir Ihnen ja schon einige Male bei unserem Tag der offenen Tür präsentiert. Hier die Kurzfassung für das richtige Vorgehen: Wenn´s noch geht, Ofen aus, den Deckel auf die Pfanne – und das Ganze ganz abkühlen lassen, bevor Sie den Deckel wieder abnehmen. Auch eine Löschdecke an einer gut zugänglichen Stelle ist eine sinnvolle und kostengünstige Investition. Und wenn Sie nicht mehr an den Ofen rankommen? Dann einfach Türen schließen, die Feuerwehr unter der Nummer 112 rufen, die entsprechenden Sicherungen im Sicherungskasten rausdrücken oder den Fehlerstromschalter betätigen, Mitbewohner warnen, Fenster und Wohnungstüre schließen, Schlüssel für die Feuerwehr mitnehmen und das Haus verlassen! Wir sind in wenigen Minuten bei Ihnen. Aber jetzt brennt´s ja (hoffentlich) nicht gerade bei Ihnen. Deswegen bleiben Sie doch noch bitte etwas in der Küche stehen und schauen Sie sich noch a bissle um: Wann haben Sie den Fettfilter in Ihrer Dunstabzugshaube das letzte Mal kontrolliert oder erneuert. Wenn´s auf dem Ofen brennt, ist das Fett darin eine ideale Brücke für die Flammen auf dem Weg ihrer Ausbreitung. Ein weiterer Blick sollte der Umgebung Ihrer Spüle gelten: Können vielleicht Elektrogeräte oder Mehrfachsteckdosen leicht in´s Spülbecken fallen und Sie in einem Moment kurzer Unbedachtheit mit einem Stromschlag gefährden? Wie sieht´s überhaupt mit den Anschlussleitungen aus? Gibt´s da unter Umständen welche mit Schäden an der Isolierung, durch Hitzeeinwirkungen oder Schnitte, oder schauen am Stecker sogar schon die einzelnen blauen oder schwarzen Kabel raus? Dann gleich zum Fachmann damit! Sie ahnen es sicher schon, mit Fachmann meinen wir den richtigen Elektriker mit der entsprechenden Berufsausbildung oder den Elektrofachhandel. Falls Sie weitere Fragen haben – er steht Ihnen genauso gerne hilfreich zur Seite wie Ihre Feuerwehr! Zur Seite stehen durften wir Ihnen übrigens auch wieder im Monat März bei zahlreichen Einsätzen: So enthält die Einsatzstatistik der FF Baiersdorf dazu drei Amtshilfeeinsätze mit der Drehleiter, eine dringende Türöffnung, eine LKW-Bergung mit Lufthebekissen sowie insgesamt vier Verkehrsunfälle. Bei zweien davon wurden wir mit dem Alarmstichwort „Person eingeklemmt“ aufgeschreckt, diese konnte jedoch in beiden Fällen das Fahrzeug selbst verlassen. Wie erwartet, erweiterte sich unser Einzugsgebiet durch die Inbetriebnahme der neuen „Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim“: So befand sich eine der Unfallstellen, an die unser Rüstwagen zur Personenrettung gerufen werden, im Nachbarlandkreis zwischen Honings und Hetzles, also nicht gerade „um die Ecke“. 12 First-Responder-Einsätze, im Einzelnen vier internistische, vier chirurgische und ein neurologischer Notfall, ein Verkehrsunfall, ein Notarzt-Transport und ein sonstiger Einsatz, vervollständigen die Einsatzübersicht des Frühlingsmonats. Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühling! Ihr Team der Feuerwehr Baiersdorf |




