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Bürgerinformation 09/2010 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 04. September 2010 20:50

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

war der Freitag, der 13.August, auch Ihr Glückstag? Wenn Sie zufällig Ihre große Liebe getroffen oder in einer Lotterie gewonnen haben, dann gratulieren wir Ihnen an dieser Stelle recht herzlich. Aber vielleicht haben Sie ja auch, entweder angeregt durch die Medien oder ganz einfach so, an diesem Tag Ihre Wohnung mit Rauchmeldern ausgestattet oder zumindest seitdem schon einmal vor, dies zu tun. Dann freuen wir uns mit Ihnen! Denn so ein kleiner Heinzelmann an der Zimmerdecke könnte Ihnen tatsächlich Glück bringen – indem er Sie tagsüber darauf hinweist, dass es in Ihrer Wohnung gerade irgendwo raucht, oder Sie und Ihre Familie nachts um den Schlaf bringt und Ihnen damit vielleicht das Leben rettet. Übrigens:  In neun Bundesländern sind Rauchmelder in Privatwohnungen bereits Pflicht. Vielleicht sollten auch Sie nicht damit warten, bis sich die Bayerische Staatsregierung dazu entschließen kann. Denn ein Brand in Ihrer Wohnung wird auch nicht darauf warten – und wird auf alle Fälle teurer als ein oder vielleicht sogar mehrere elektronische Lebensretter. Für weitere Informationen stehen Ihnen Ihre Feuerwehr, ihr Kaminkehrer und der Elektrofachhandel gerne zur Verfügung. Helfen Sie Ihrem Glück ein bisschen nach – es lohnt sich!

Denn auch so hatten wir im Monat Juli genug zu tun. Den meisten unserer Einsatzkräfte wird dabei der 8.Juli in Erinnerung bleiben: Morgens um 8:00 Uhr wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Möhrendorf zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 73 gerufen. Auf Höhe der Ausfahrt Baiersdorf-Nord war ein LKW ungebremst in ein Stauende gerast und hatte vier PKW ineinander geschoben. Ein Autofahrer musste dabei schwer verletzt aus seinem Fahrzeug befreit werden, drei weitere Personen kamen mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus. Bis in den späten Vormittag waren wir dann noch mit der Verkehrssicherung des starken Berufsverkehrs während der Unfallaufnahme sowie den Bergungsarbeiten beschäftigt. Die meisten von uns hatten gerade geduscht und noch nicht einmal zu Mittag gegessen, als wir zu einem größeren Waldbrand zwischen Möhrendorf und Röttenbach alarmiert wurden. Bei Außentemperaturen von rund 35°C galt es, zusammen mit den Feuerwehren Möhrendorf, Bubenreuth, Kleinseebach und Forchheim, zwischen 1500 und 2000m² brennendes Gehölz und glimmenden Boden abzulöschen. Das Wasser dazu musste mit Löschfahrzeugen und einem großen Güllefass von Möhrendorf aus zur schwer zugänglichen Brandstelle transportiert werden. Für die Besatzung eines Fahrzeugs war nach der Rückkehr nach Baiersdorf am frühen Abend der Tag dann immer noch nicht vorbei, musste doch in der Hut noch eine gut gesicherte Wohnungstür geöffnet werden… Zum Glück waren nicht alle Tage so, doch kamen im Juli immerhin 35 Einsätze zusammen, was bedeutet, dass wir im Schnitt jeden Tag mindestens einmal für Sie im Einsatz waren! Im Einzelnen waren dies zwei Waldbrandeinsätze, ein Brandmeldeanlagenalarm, drei Verkehrsunfälle, eine Bergung eines PKW, zwei Bergungen von Strohrundballen aus dem Europakanal, vier Türöffnungen, die Entfernung eines absturzgefährdeten Astes, drei Besetzungen der Einsatzzentrale bei Unwetterwarnungen, ein Insekteneinsatz, eine überflutete Kreisstraße bei defekter Feldbewässerung sowie ein Fehlalarm. Beim traditionellen Gospel-Open-Air stellten wir wie gewohnt die Sicherheitswache und unterstützten die Großveranstaltung logistisch. Dreizehn Mal wurden im Juli unsere First Responder-Teams zu medizinischen Notfällen in der gesamten Region alarmiert, um bis zum Eintreffen von Notarzt und Rettungsdienst qualifizierte Erste Hilfe zu leisten. Nicht ganz so einfach gestaltet sich dies seit Ende Juli durch die Sperrung der Jahnbrücke, sind doch für Feuerwehr und Rettungsdienst Einsätze in der Hut, in Igelsdorf und Hagenau nur mit deutlich längeren Anfahrtszeiten möglich. Um die gesetzlich vorgeschriebene Eintreffzeit von 10 Minuten nach Alarmierung während der Bauarbeiten einhalten zu können, wurden eigens die Alarmpläne der Region geändert. Das bedeutet, dass noch bis Mitte September je nach Notrufmeldung auch bei kleineren Einsätzen beispielsweise die Feuerwehren Igelsdorf, Hagenau und Bubenreuth automatisch mit alarmiert werden, damit die Hilfe rechtzeitig bei Ihnen eintreffen kann. Die First Responder-Gruppe wurde aufgeteilt: So steht ein Fahrzeug ständig im Bereich Baiersdorf-Altstadt / Wellerstadt, ein weiteres grundsätzlich in den östlichen Stadtteilen, um auf jeder Seite der Autobahn gleich schnell vor Ort sein zu können. Dies ist nur möglich, in dem unsere als First Responder ausgebildeten Einsatzkräfte noch weit mehr als sonst bereit sind, ihre Freizeit und Nachtruhe ehrenamtlich dafür zur Verfügung zu stellen – und dies dazu in der Urlaubs- und Ferienzeit. Vielleicht haben ja auch Sie Interesse daran, uns zu unterstützen? Wir freuen uns auf jede(n) neue(n) Mitarbeiter(in)!

Weitere aktuelle Informationen und Bilder finden Sie wie immer auf unseren Homepages unter www.feuerwehr-baiersdorf.de und www.firstresponder.tk .

Übrigens: Unser Feuerwehrgerätehaús in Baiersdorf hat eine neue Telefonnummer. Falls Sie uns direkt erreichen wollen, wählen Sie bitte in Zukunft die (09133) 60 79 78 00. Unser Gerätehaus ist jedoch nicht rund um die Uhr besetzt, schließlich müssen auch unsere Feuerwehrleute irgendwann mal Geld verdienen und sich um ihre Familie kümmern.  Bitte verwenden Sie deshalb im Notfall auch weiterhin die Nummer 112 – dann sind wir wie gewohnt in wenigen Minuten bei Ihnen! 
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