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Risiken auf den zweiten Blick PDF Drucken E-Mail
Sontag, 22. Juni 2008 21:24
brandwacht 2/2008, Seiten 44 und 45

Risiken auf den zweiten Blick

Einsatzbericht von Stefan Brunner

Wie die Feuerwehrleute von Baiersdorf beim Löschen eines Gartenhausbrandes unerwartet in Gefahr gerieten. Verschiedene giftige Chemikalien und eine Gasflasche wurden erst während des Einsatzes entdeckt. Ein interessantes Lehrstück.

Am 21. Dezember 2007 wird die Stützpunktfeuerwehr um 21.28 Uhr von der Feuerwehr-Einsatzzentrale Erlangen über Funkmeldeempfänger alarmiert: „Brand eines Gartenhauses in der Mörikestraße, Feuer droht auf Nachbargebäude überzuspringen!“ Bereits um 21.30 Uhr verlassen ELW 1 und LF 16/12 des Feuerwehrgerätehaus mit dort im Bereitschaftsraum anwesenden Kräften. Die DLK 23-12 CS, das TLF 16/25 sowie das VRF folgen im Minutenabstand, ebenso die beiden Einsatzfahrzeuge der First-Responder-Gruppe der Feuerwehr. Ein RTW des Bayerischen Roten Kreuzes und eine Streife der Polizeiinspektion Erlangen-Land fahren die Einsatzstelle ebenfalls an…
…Offensichtlich unter Schock steht der Mann regungslos unmittelbar im Gefahrenbereich und zeigt im Gesicht bereits Verbrennungen 1. Grades. Es wird umgehend in Sicherheit gebracht. Unmittelbar danach wird eine in den Flammen stehende Propan-Gasflasche geborgen und zum Abkühlen in eine Regentonne gestellt…
…Das Dach des angebauten Gewächshauses platzt, und die Glasscherben, die bei den vorherrschenden Minusgraden sofort im Löschwasser auf dem Boden fest frieren, sorgen für einen äußerst gefährlichen Bodenbelag mit hoher Verletzungsgefahr…
…Zwischenzeitlich wird auch der städtische Bauhof angefordert: Das Löschwasser auf der Straße bildet eine riesige und rutschige Eisplatte, so dass die Fahrbahn gestreut werden muss, um Stürze der Einsatzkräfte zu vermeiden.

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