Veranstaltungen
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15.10.2010 | 19.00
Herbstversammlung und Weinfest der FF Baiersdorf e.V. -
30.12.2010 - 30.12.2010 | 18.30
Jahreshauptversammlung FF Igelsdorf 2010
| Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Baiersdorf e.V. |
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| Geschrieben von: Stefan Brunner |
| Dienstag, 26. Februar 2008 18:49 |
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Die Geschichte der Menschheit wird auch vom Umgang mit dem nutzbringenden, aber auch zerstörerische Element Feuer geprägt. Die Bürger der Stadt Baiersdorf machten von alters her Bekanntschaft mit der feindlichen Seite, wie Großbrände aus den Jahren 1449, 1474 und 1553 beweisen.
Der Zweck war, dass Rettungs- und Löschwesen unentgeltlich zu übernehmen. Die Mitglieder verpflichteten sich per Handschlag, die Dienstordnung einzuhalten.
beschloss der Stadtrat der Stadt Baiersdorf 1985 den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses auf dem Gelände des städtischen Bauhofs.
Die Aufgaben und Anforderungen an die Freiwillige Feuerwehr Baiersdorf wuchsen und wachsen – und damit musste und muss auch die Ausrüstung ständig ergänzt und verbessert werden.
So wurde von der Feuerwehr Erlangen ein gebrauchter Rüstwagen RW2 übernommen, des weiteren beschaffte die Stadt 1988 ein neues Tanklöschfahrzeug TLF16/25 sowie 1992 ein neues Löschgruppenfahrzeug LF16/12, um vor allem den ständig steigenden Anforderungen im Bereich der technischen Hilfeleistung gerecht werden zu können. Ein Geländewagen wurde in Eigenarbeit zum Vorausrüstwagen umgebaut, um vor allem bei Unfällen auf der neuen Autobahn A73 schnell helfen zu können. Kurz nach der Jahrtausendwende wurde die alte Drehleiter DL30 auf MAN durch eine moderne DLK23-12 CS ersetzt. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt stationierte in Baiersdorf einen neuen Einsatzleitwagen ELW2 der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung zusammen mit einem Anhänger, in dem ein aufblasbares Schnelleinsatzzelt untergebracht ist.
Im Dezember 2002 übernahmen die Aktiven der FF Baiersdorf eine weitere wichtige Aufgabe: Zur Verkürzung des „therapiefreien Intervalls“, also der Zeit zwischen dem Notruf und dem Eintreffen des Notarztes aus Erlangen, Forchheim oder mit dem Rettungshubschrauber, wurden die „First Responder“ aus der Taufe gehoben. Ohne in Konkurrenz zum Rettungsdienst treten zu wollen, werden jeweils zwei Ersthelfer mit extra dafür aus Spendenmitteln beschafften Fahrzeugen der FF Baiersdorf bei medizinischen Notfällen mitalarmiert, um bis zu dessen Eintreffen qualifizierte Erste Hilfe zu leisten. Weit über tausend Einsätze wurden seither geleistet, und viele Menschen in Baiersdorf, aber auch der Umgebung bis weit hinein in die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim sowie Stadt Erlangen, verdanken diesen engagierten Feuerwehrleuten, die sich ständig weiterqualifizieren, ihr Leben!
Ein schwarzer Tag für die Stadt und ihre Feuerwehren war dann
In den Abendstunden des bis dahin lauschigen Sommertages sorgte ein mehrstündiger Sturzregen mit Niederschlagsmengen von bis zu 200 Litern pro Quadratmeter sorgte für eine bis zu 1,5 Meter hohe Flutwelle, die sich durch Igelsdorf und Baiersdorf wälzte, und auch Hagenau und Wellerstadt blieben nicht verschont.
Über 4000 Notrufe gingen bei Polizei und Feuerwehr ein, mehr als 1.100 Gebäude standen unter Wasser. Hunderte Menschen mussten aus ihren Autos und aus einem Zug gerettet werden. Wie durch ein Wunder gab es zum Glück in unserer Stadt keine Toten zu beklagen, im Gegensatz zur Nachbargemeinde Poxdorf. Über 50 Feuerwehren, Einheiten des Technischen Hilfswerks aus ganz Bayern sowie zahlreiche Rettungsorganisationen und Polizisten eilten mit weit über tausend Einsatzkräften zur Hilfe. Aber auch Nachbarschaftshilfe wurde ganz groß geschrieben – und die Bürger unserer Stadt wuchsen noch mehr zusammen! Viele Feuerwehrleute stellten die Schäden an ihrem eigenen Hab und Gut hintenan, um anderen Bürgern zu helfen. Zwei Wochen lang war unsere Feuerwehr im Dauereinsatz, immer wieder unterstützt von den Ortsteil- und Nachbarwehren, zahlreiche Gebäude waren aufgrund des hohen Grundwasserspiegels immer wieder abzupumpen. Und so wurde die Feuerwehr Baiersdorf in diesem Jahr mit über 1.600 Einsätzen zur wohl am häufigsten alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Deutschlands ohne hauptamtliche Kräfte.Gleichwohl war die Feuerwehr aber auch selbst Geschädigte: Rund eine dreiviertel Million Euro Schaden richtete die Flutwelle an Feuerwache und Ausrüstung an, die Renovierungsarbeiten dauerten zwei Jahre an. Auch zahlreiche historische Unterlagen und Dokumente, die in einem Bankschließfach deponiert waren, wurden unwiederbringlich zerstört. Nur einige besondere bedeutsame Schriftstücke konnten mit hohem technischen und finanziellen Aufwand restauriert werden. Umso erfreulicher ist, dass im Mai 2008 nunmehr offiziell drei neue Einsatzfahrzeug übergeben werden konnten und den kirchlichen Segen bekamen:
Der neue Rüstwagen, ein neues Mehrzweckfahrzeug sowie ein neues First-Responder-Fahrzeug machten unsere Feuerwehr wieder ein Stück schlagkräftiger! Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr ! |
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